2026 Juli – Alpenüberquerung – Tag 1: Auf dem Lechweg von Füssen nach Ehrwald

2026 Juli – Alpenüberquerung – Tag 1: Auf dem Lechweg von Füssen nach Ehrwald

Veröffentlicht am 2. Juli 2026

Heute war es endlich so weit: Die Alpenüberquerung hat begonnen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es morgens in Füssen los – und der Weg machte direkt klar, dass er es ernst meint. Erst einmal hieß es: bergauf, bergauf und noch mehr bergauf.

Über Wurzeln, Felsen und schmale Waldwege führte der Lechweg immer weiter hinauf. Dabei kam ich noch einmal am wunderschönen Alpsee vorbei, den ich gestern bereits entdeckt hatte. Heute durfte ich ihn deutlich länger genießen. Selbst ein kleiner Klettersteig wartete unterwegs auf mich. Für erfahrene Bergsteiger sicher nichts Besonderes, für mich aber trotzdem ein schöner Moment, der den Tag abwechslungsreich gemacht hat.

Nach dem langen Anstieg folgte der zweite Teil des Tages: bergab. Und das hatte es mindestens genauso in sich. Die vielen Höhenmeter nach unten gingen ordentlich auf die Beine und waren am Ende fast anstrengender als der Aufstieg.

Unterwegs begegnete ich immer wieder Ziegen. Ihr Glockengeläut begleitete mich über viele Kilometer und gab meinem Schritt beim Bergablaufen fast schon einen eigenen Rhythmus. Ein unerwartet schöner Begleiter auf dem Weg.

Jetzt sitze ich müde, aber glücklich in meinem Hotel in Ehrwald. Von meinem Zimmer aus blicke ich direkt auf die Zugspitze. Morgen werde ich zwar nicht an ihr vorbeikommen, trotzdem ist es ein beeindruckender Anblick und ein schöner Abschluss für den ersten richtigen Wandertag.

Zum Schluss muss ich meiner Mutter recht geben: Sie hat mir ausdrücklich geraten, Franzbranntwein und Voltaren einzupacken. Beides kam heute zum Einsatz. Mein Hotelzimmer riecht inzwischen komplett nach Franzbranntwein, weil ich Beine und Rücken ordentlich eingerieben habe. Und ich muss sagen: Es tut einfach herrlich gut.