Band 1 - Stille Blicke
Kapitel I – Die Stadt, die bleibt
Manche Orte erzählt man sich weiter wie ein Lied, dessen erste Strophe niemand mehr genau kennt. Ura ist so ein Ort: alt genug, um Ruinen als Alltag zu behandeln, jung genug, um jeden Morgen neu zu erwachen. Hier wächst ein Junge auf, der lieber bleibt als geht, und der die Welt vor allem im Kopf bereist – während sie um ihn herum längst wach ist. Hier lernt ein Mädchen, genauer hinzusehen, als andere es für nötig halten, lange bevor jemand merkt, wofür. Zwischen einer zu kleinen Schulbank, einer gut einstudierten Standpauke und einem Tor, das sich hinter drei Geschwistern schließt, beginnt eine Geschichte, die noch nicht weiß, dass sie eine ist.
Sie beginnt leise. Wie fast alles in Ura.
Abschnitt 1 von 18
Das Städtchen Ura
Abschnitt 2 von 18
Der Morgen eines Tagträumers
Abschnitt 3 von 18